Vier Autos kollidieren in Weissenbach – Feuerwehr muss Lenker befreien
Beim Unfall auf der Hauptstrasse Richtung Zweisimmen wurden am Montag fünf Menschen verletzt. Die Strasse blieb knapp zwei Stunden gesperrt; es bildete sich erheblicher Rückstau.

Vier Autos, fünf Verletzte und ein Rettungseinsatz mit Helikopter: Auf der Hauptstrasse in Weissenbach im Berner Oberland ist es am Montag, 19. Oktober, kurz nach 16.30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein Auto geriet auf die Gegenfahrbahn und stiess dort mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. In der Folge wurden zwei weitere Fahrzeuge in den Unfall verwickelt. Einen Lenker musste die Feuerwehr aus seinem Auto befreien. Die Hauptstrasse blieb während knapp zwei Stunden vollständig gesperrt.
Zwei der fünf betroffenen Personen erlitten leichte Verletzungen. Wie schwer die übrigen drei Personen verletzt wurden, ist nicht näher bekannt. Vier Ambulanzteams und ein Helikopter der Rega brachten die Verletzten ins Spital. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen. Im Zentrum steht die Frage, weshalb das erste Auto auf die andere Strassenseite geriet.
Erste Kollision auf der Gegenfahrbahn
Nach den bisherigen Erkenntnissen fuhr das Auto von Weissenbach in Richtung Zweisimmen. Auf der Hauptstrasse verliess es aus noch ungeklärten Gründen seine Fahrbahn und kollidierte seitlich mit einem Fahrzeug, das ihm entgegenkam. Damit begann eine Abfolge von Zusammenstössen, an der schliesslich vier Autos beteiligt waren.
Durch den ersten Aufprall stiessen die beiden Wagen anschliessend mit je einem weiteren Fahrzeug zusammen. Dabei kam es auch zu einer seitlichen Frontalkollision. Der bisher bekannte Ablauf beschreibt damit mehrere Zusammenstösse und nicht lediglich einen einzelnen Aufprall zwischen zwei Autos. Die genaue Abfolge und die Bewegungen der beteiligten Fahrzeuge sind Gegenstand der Abklärungen.
Über die Ursache lässt sich derzeit keine verlässliche Aussage machen. Dass ein Wagen auf die Gegenfahrbahn geriet, beschreibt zunächst den Ausgangspunkt des Unfalls, erklärt aber noch nicht, wie es dazu kommen konnte. Auch eine Schuldfrage lässt sich damit nicht abschliessend beantworten. Entscheidend ist nun, den Ablauf vor der ersten Kollision und die anschliessenden Zusammenstösse zu klären.
Feuerwehr und Rega im Einsatz
Für einen der Lenker war nach dem Unfall eine Befreiung durch die Feuerwehr nötig. Er konnte erst mit deren Hilfe aus seinem Wagen geholt werden. Welche Verletzungen dieser Mann erlitt, ist nicht näher bekannt. Aus der notwendigen Befreiung allein lässt sich keine genaue Aussage über seinen medizinischen Zustand ableiten.
Die Rettung der fünf Verletzten erforderte mehrere Einsatzmittel. Neben den vier Ambulanzteams wurde ein Rega-Helikopter aufgeboten. Die Betroffenen wurden ins Spital gebracht. Wie sich die Transporte auf die Ambulanzen und den Helikopter verteilten und in welche Spitäler die Verletzten kamen, ist nicht näher bekannt. Ebenso liegen keine weiteren Angaben zu ihrem Gesundheitszustand nach der Einlieferung vor.
Vor Ort standen die Feuerwehren Boltigen und Zweisimmen im Einsatz. Hinzu kamen die Kantonspolizei Bern und ein Abschleppdienst. Damit waren sowohl Einsatzkräfte aus der Region als auch die Luftrettung an der Unfallstelle tätig. Die Hilfe umfasste die Befreiung des Lenkers, die Versorgung und den Transport der Verletzten sowie die Arbeiten an den beteiligten Fahrzeugen und auf der gesperrten Strasse.
Hauptstrasse knapp zwei Stunden gesperrt
Für die Dauer der Unfallarbeiten wurde die Hauptstrasse vollständig gesperrt. Die Sperrung dauerte knapp zwei Stunden und führte zu erheblichem Rückstau. Damit hatte der Unfall neben den unmittelbaren Folgen für die Verletzten auch spürbare Auswirkungen auf den Verkehr rund um die Unfallstelle.
Die Kollision ereignete sich am späteren Montagnachmittag. Wer während der Sperrung auf diesem Abschnitt unterwegs war, musste mit Verzögerungen rechnen. Eine genaue Länge des Rückstaus oder Angaben dazu, wie viele Verkehrsteilnehmende betroffen waren, sind nicht bekannt. Fest steht, dass die Strasse während der Arbeiten in beiden Richtungen nicht passierbar war.
Bei einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen beanspruchen Rettung, polizeiliche Unfallaufnahme und Räumung denselben begrenzten Strassenraum. Eine vollständige Sperrung schafft dafür Platz und schützt die Einsatzkräfte vor dem vorbeifahrenden Verkehr. In Weissenbach musste die Fahrbahn für die Arbeiten an einer Unfallstelle mit vier beteiligten Autos freigehalten werden.
Unfallursache bleibt offen
Die Ermittlungen der Kantonspolizei Bern sollen nun klären, was zu dem folgenreichen Fahrbahnwechsel führte. Der bisher bekannte Sachverhalt reicht nicht aus, um einen bestimmten Auslöser zu benennen. Ebenso wenig erlaubt er gesicherte Aussagen darüber, ob und wie die weiteren Beteiligten auf die erste Kollision reagieren konnten.
Bei solchen Abklärungen geht es darum, die einzelnen Phasen eines Unfalls voneinander zu unterscheiden: die Fahrt vor dem ersten Aufprall, die unmittelbare Kollision und die anschliessenden Fahrzeugbewegungen. Gerade wenn mehrere Autos nacheinander zusammenstossen, ist diese Unterscheidung für die Rekonstruktion wichtig. Welche Erkenntnisse sich daraus in diesem Fall ergeben, bleibt abzuwarten.
Für die fünf Verletzten stehen die medizinischen Folgen im Vordergrund. Für die Untersuchung bleibt die zentrale Frage offen, weshalb das Richtung Zweisimmen fahrende Auto auf die Gegenfahrbahn geriet. Erst die weiteren Abklärungen können zeigen, wie aus dieser Fahrt ein Unfall mit vier Fahrzeugen wurde.
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